Historie

Die Anfänge des Trautenauer Rathauses fallen in die Zeit der Stadtentstehung, wenn auch eine schriftliche Erwähnung erst aus dem Jahre 1329 stammt.
Das ch der des befand sich in der Mitte des Marktplatzes. Es stand hier ursprüngliche Rathaus mit Glockenschlag und Darstellung sagenhaften Drachens bis zu seiner Vernichtung dureinen Brand im Herbst des Jahres 1583. An der gleichen Stelle wurde es nicht wieder aufgebaut.
Im Januar 1585 kaufte der Stadtrat von Herrn Albrecht für 900 Schock Böhmischer Groschen, für sein neues Rathaus ein massives Steinhaus mit großen von dem Stützpfeilern an der Stirnseite und drei offenen Gewölben. Das Gebäude war ursprünglich unter seltsamen Umständen von dem Reichen Stephan Scholz,
man erzählte, dass er mit dem Teufel verbunden war, erbaut worden. Der damalige Chronist Simon Hüttel schreibt: „Am 6. Juni 1567 ist Scholz in Trautenau im Feuer ums Leben gekommen. Kurz nach seinem Tod ist er aus dem Grab auferstanden, hat Leute verfolgt und sie so gedrückt, dass ein paar Personen nach diesen Umarmungen sterben mussten.
Zwanzig Wochen nach seinem Tod war sein Leichnam wieder ausgegraben worden und dem Henker wurde befohlen, ihn zum Galgen zu bringen und ihm den Kopf abzuschlagen. Als dies geschah entrann dem Leichnam eine Menge frisches Blut, obwohl er schon vor fünf Monaten verstorben war. Aus dem Leib riss der Henker das Herz heraus und der restliche Leichnam wurde zu Asche verbrannt.“ Scholz hat aber nicht aufgehört herum zu spuken und im Neubau des Rathauses wurden Sitzungen gestört, besonders wenn er unzufrieden war.
Das neue Rathaus im Renaissancestil wurde außen im Jahre 1591 mit Ornamenten aus Putz verziert, ein Werk des italienischen Baumeisters C. Vamaldi.
Kurz nach dem Ende der Pestepidemie kam ein anderes Verderben über Trautenau, das Feuer im Jahre 1683 vernichtete 50 Häuser, darunter auch das Rathaus mit der großen Glockenuhr und damit nicht genug wurde Trautenau durch die Unvorsichtigkeit preußischer Soldaten im Jahre 1745 erneut abgebrannt und auch das Rathaus lag zum wiederholten Male in Trümmern.
Aus der neuzeitlichen Geschichte existiert eine Erwähnung aus dem Jahre 1985, als über Trautenau die vergoldete Kuppel des renovierten Rathauses erstrahlte, in die zur Erinnerung für zukünftige Generationen historische und Nachkriegsdokumente der Stadtgeschichte in besonderen Behältern eingelegt wurden.
Zum Jahreswechsel 2001 – 2002 haben die heutigen Inhaber die komplette Rekonstruktion des Gewölbes, so wie es heute aussieht, durchgeführt. Bewegende Schicksale von Personen und die Geschichte der Räume sind auch noch in der heutigen Zeit zu empfinden. Man spricht vom Geist des Reichen Scholz, welcher hier ständig herumirrt. Durch seltsame Zeichen sind auch die Arbeiter der Firma, die die Rekonstruktion durchgeführt hat, von seinem Dasein überzeugt, ebenso wie auch manche Mitarbeiter des Restaurants. Von Treffen mit ihm gibt es heute schon viele neuzeitliche Erzählungen. Gäste müssen ihn jedoch nicht fürchten, denn Menschen guten Willens schadet er nicht.
Wir wünschen Ihnen schöne Momente und ein angenehmes gastronomisches Erlebnis in einer einmaligen ruhigen Umgebung.
